„Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden.

Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch machen.“

Johan Wolfgang von Göthe

Annuitätendarlehen
Langfristiges Darlehen, welches vom Darlehensnehmer in konstanten Kreditraten (der so genannten Annuität) zurückgezahlt wird. Die Annuität besteht aus Zins und Tilgung. Während der Laufzeit verringert sich der Zinsanteil der Rate, während der Tilgungsanteil durch den ersparten Zinsanteil steigt.


Anschlussfinanzierung
Hierbei wird ein bestehendes Darlehen durch ein Neues abgelöst und es wird eine Umschuldung vorgenommen, wenn der Kreditnehmer die Bank wechselt. Man nennt es auch eine Prolongation, wenn das neue Darlehen bei der gleichen Bank aufgenommen wird.

Auszahlungsvoraussetzungen
Das sind Bedingungen im Darlehensvertrag, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt werden müssen, damit die Bank das Darlehen rechzeitig auszahlt (z.B. die Eintragung der Grundschuld).


Baubeschreibung
Die Baubeschreibung ist ein Bestandteil der Finanzierungsanfrage. Detaillierte Aufstellung der Ausstattungs- und Ausfertigungsmerkmale eines Bauvorhabens. Die Beschaffenheit der Wände und des Daches, Heizung, Art der Fenster usw. sind wichtige Inhalte der Baubeschreibung. Materialien die beim Bau verwendet wurden, sind dort auch aufgelistet. Damit ist sie wichtig für die Beurteilung der Qualität eines Gebäudes. Bei dem Antrag auf Baugenehmigung ist man verpflichtet sie hinzuzufügen.


Baufinanzierung
Eine Baufinanzierung wird meist benötigt, wenn ein Haus, bzw. eine Wohnung gekauft oder gebaut werden soll. Hierfür nimmt man einen Kredit bei einer Bank auf und zahlt diesen über Jahre (oder Jahrzehnte) zurück.


Baugenehmigung
Sie ist ein vorgeschriebenes förmliches Verfahren zur Genehmigung eines Bauvorhabens. Die Baugenehmigung ist gebührenpflichtig und Zeitlich befristet. Mit den Baumaßnahmen darf nicht begonnen werden ohne die erteilung einer Baugenehmigung vom Bauamt. In einigen Bundesländern ist eine Bauanzeige für bestimmte Baumaßnehmen ausreichend.


Bauherr
Der Bauherr ist eine Person, die ein Bauvorhaben im eigenen Namen und Interesse durchführt, oder diese durchführen lässt. Er entscheidet über die Architektur und die Gestaltung des Hauses. Er trägt zudem die Risiken für die Vorbereitung und Durchführung (einschließlich des Bauherrenhaftungsrisikos).


Bauspardarlehen
Ein für wohnwirtschaftliche Zwecke gedachtes Baufinanzierungsdarlehen von den Bausparkassen. Man spart, je nach Tarif, beispielsweise 40% oder 50% der Summe an und erhält dann ein Bauspardarlehen von entsprechend 60% oder 50%. Trotz des recht günstigen Darlehenszinssatzes bei einem Bauspardarlehen, ist zu beachten, dass die Belastung des Grundstücks nicht mehr als 80% betragen darf.


Bausparen
Man spart regelmäßig, um für wohnwirtschaftliche Zwecke ein zinsgünstiges Darlehen zu erhalten. Der Bausparer ist verpflichtet eine beim Bausparvertragsabschluss festgelegte Mindestsumme anzusparen. Nach der Ansparphase, kann er ein zinsgünstiges Bauspardarlehen aufnehmen. Das Bausparen bleibt eine beliebte Möglichkeit der Immobilienfinanzierung, aufgrund der steuerlichen Vorteile und der Förderung durch die Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmerzulage für vermögenswirksame Leistungen.


Bausparguthaben
Die Summe der angesparten Bausparbeiträge inklusive der Guthabenzinsen, in einem Bausparvertrag.


Bausparsumme
Es ist ein Betrag, über den ein Bausparvertrag abgeschlossen wird. Die Bausparsumme setzt sich zusammen aus dem Bausparguthaben und dem Bauspardarlehen. Unter anderem hängt die Höhe der Abschlussgebühr und des monatlichen Tilgungsbeitrages von der Bausparsumme ab.


Bebauungsplan
Hier sind alle wichtigen Angaben in Bezug auf die künftige Gestaltung des Gebiets zu finden. Im Bebauungsplan sind die Informationen über z.B. die Bauweise, die überbaubaren und nicht überbaubaren Grundstücksflächen, die Baugrenzen, die Anzahl der Geschosse enthalten. Zusammengefasst, werden die zulässigen baulichen Nutzungsarten in ihm rechtsverbindlich festgesetzt.


Effektiver Jahreszins
Der effektive Jahreszins ist der Preis des Darlehens, in dem alle Preisbestandteile berücksichtigt sind. Er ermöglicht generell den Vergleich verschiedener Angebote. Die Berechnung ist in der Preisangabenverordnung (PAngV) geregelt.


Festdarlehen
Es ist ein langfristiges Darlehen, bei dem während der Sollzinsbindung nur die Zinsen zu entrichten sind. Die Tilgung wird extra bespart z.B. über einen Bausparvertag, eine Kapitallebensversicherung, eine Rentenversicherung, eine fondsgebundene Lebensversicherung oder einen Investmentfond. Hier wird am Ende der Sollzinsbindung das Darlehen in einer Summe zurückgezahlt.


Festzins
Ein festgeschriebener Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum bei Hypothekendarlehen.


Festzinsdarlehen
Darlehen, bei dem die Konditionen von der Bank für einen vorher bestimmten Zeitraum garantiert sind und das unabhängig von dem, ob die Zinsen steigen oder fallen über den genannten Zeitraum.


Grundbuch
Hier werden die Rechtsverhältnisse eines Grundstücks dargelegt. Es ist ein beim Amtsgericht geführtes Register, welches eine Auskunft über die Größe, die Nutzungsart und die Eigentumsverhältnisse gibt. Zudem ist dort eine Aufstellung der Rechte an anderen Grundstücken sowie der Lasten und Beschränkungen enthalten.


Grundbuchauszug
Abschrift von allen zu einem Grundstück bestehenden Grundbucheintragungen, die von jedem mit berechtigem Interesse, beim zuständigen Grundbuchamt, angefordert werden kann.


Hypothek
Damit können Gläubiger ihre Forderungen gegenüber dem Immobilieneigentümer durch das Grundstück absichern. Die Hypothek ist abhängig von der ihr zugrunde liegenden Forderung, im gegensatz zur Grundschuld. Sobald die persönliche Forderung bezahlt ist, erlischt die Hypothek. Die Hypotheken sind heutzutage weitestgehend durch Grundschulden ersetzt worden (es reduziert den Arbeitsaufand und die Kosten).


Hypothekendarlehen
Ein Langfristiges Darlehen, das durch ein Grundpfandrecht gesichert ist. Der vereinbarte Zins wird für einige Jahre festgeschrieben, um den Hypothekendarlehensnehmer gegen kurzfristige Zinsschwankungen abzusichern.


Immobilienfinanzierung
Die meisten Menschen benötigen eine Immobilienfinanzierung, wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchten. Hierfür nehmen sie einen Kredit bei einer Bank auf und zahlen diesen über einen Zeitraum von mehreren Jahren wieder zurück. Wenn ein Kreditnehmer seine Immobilienfinanzierung über IMFINITI beantragt, muss er nicht selbst bei den Banken anfragen und die verschiedenen Angebote vergleichen, sondern erhält die auf ihn individuell zugeschnittene Immobilienfinanzierung ohne viel Aufwand und Zeitverlust.


KfW-Darlehen
Ein KfW-Darlehen ist ein Kredit der Kreditanstalten für Wiederaufbau - die weltweit größte nationale Förderbank. Hiermit fördert der deutsche Staat Bau- und Sanierungsaßnahmen. Man kann das KfW-Darlehen auch als Förderung des Staates betrachten, den Vermögensaufbau, deutschen Bürgern, unter bestimmten Bedingungen zu erleichtern.

Nachfinanzierung
Sie kann notwendig werden wenn die geplanten Kosten während des Bauvorgangs überschritten werden. Hierbei geht der Finanzierungsbedarf über den ursprünglich abgeschlossenen Nettodarlehensbetrag hinaus.


Nebenkosten
Es entstehen beim Kauf einer Immobilie folgende Nebenkosten: Grunderwerbssteuer (3,5 - 6,5 % des Kaufpreises je nach Bundesland), Notar- und Grundbuchgebühren (ca. 2 %) und ggf. Maklerprovision (ab 2 % zzgl. MwSt.). Diese Kosten dürfen beim Berechnen der Gesamtinvestition nicht vergessen werden. Nach dem Kauf einer Immobilie fallen laufend Nebenkosten in Form von Betriebskosten/Bewirtschaftungskosten an. Sie sind beim Berechnen der monatlichen Belastung wichtig zu berücksichtigen.


Nominalzins
Der Begriff "Nominalzinssatz" wurde durch den Gesetzgeber zu dem Begriff "Sollzinssatz" geändert. Er kann fest oder veränderlich vereinbart werden.


Notaranderkonto
Ein Bankkonto, welches auf den Namen des Notars eingerichtet wird. Darauf wird fremdes Geld treuhänderisch verwaltet. Das Konto ermöglicht eine vorzeitige Darehensauszahlung, solange die Grundschuld noch nicht eingetragen ist. Der Notar hat einen Treuhandauftrag (er gewährleistet eine zweckmäßige Verwendung der Gelder).


Prolongation
Nennt man eine Verlängerung des bestehenden Darlehens. Die Zinsen werden neu angepasst und es findet kein Wechsel des Darlehensgebers - der Bank statt.


Rate
Ist der Betrag den der Kreditnehmer dem Kreditgeber - der Bank, Sparkasse oder Versicherung, regelmäßig (meistens monatlich) zurückzahlt. Die Rate setzt sich aus dem Zins und der Tilgung zusammen.

 

Sollzinssatz
Es ist der feste oder variable sich wiederholende Prozentsatz, der pro Jahr auf das genommene Darlehen angewendet wird. Früher auch "Nominalzinssatz" genannt.


Sondertilgung
Darlehensnehmer können auch außerplanmäßig ihre Schulden reduzieren (neben dem monatlichen Tilgungsanteil). Sondertilgungen können die regelmäßigen Raten reduzieren oder die gesamte Laufzeit verkürzen.


Tilgung
Die Tilgung ist der Teil der monatlichen Rate, der sich auf das Abzahlen der Schulden bezieht. Die Tilgungsrate und die Tilgung sind Synonyme.

 

Umschuldung
Hierbei wird der Darlehensgeber für die Finanzierung gewechselt. Nach dem Ablauf der Sollzinsbindung kann das unproblematisch und recht günstig erfolgen. Falls dies, jedoch, während der Sollzinsbindung geschieht, kann die Vorfälligkeitsentschädigung die Zinsersparnis zugrunde richten.


Unbedenklichkeitsbescheinigung
Sie bestätigt, dass der Käufer der Immobilie die Grunderwerbssteuer bezahlt hat. Sie wird bei der Eintragung des Eigentümerwechsels ins Grundbuch verlangt.


Volltilgerdarlehen
Wenn der Kreditnehmer einen nötigen finanziellen Spielraum hat, überlegt er zuerst, wie lange der Kredit abbezahlt werden soll. Das Volltilgerdarlehen sorgt für eine gute Planungssicherheit, weil die monatliche Rate sich aus einem vorher festgelegten Zeitrahmen ergibt.


Vorfälligkeitsentschädigung
Bei der Baufinanzierung sind die Zinskonditionen für eine bestimmte Laufzeit festegelt. Die Banken müssen sich für diesen Zeitraum die Gelder beschaffen. Falls der Darlehensnehmer sein Darlehen vorzeitig ablösen will, verlangen die Kreditinstitute eine Vorfälligkeitsentschädigung, weil sie die Gelder anderweitig anlegen müssen, was bei den Banken zu einem Verlust führt.


Vorkaufsrecht
Ein Vorkaufsrecht wird im Grundbuch in Abt. II eingetragen. Es sichert dem Begünstigten das Recht, dass er im Falle eines Verkaufs an einen Dritten die Immobilie zu den zwischen Verkäufer und dritter Person ausgehandelten Vertragsbedingungen selbst erwerben kann. Will er dies nicht, muss er seine schriftliche Zustimmung zum Verkauf erteilen.


Vorvertragliche Informationen
Sie dienen dem Kunden als Überblick und Vergleichsgrundlage. Vorvertragliche Informationen haben sowohl der Darlehensgeber als auch der Darlehensvermittler dem Verbraucher rechtzeitig vor Vertragsabschluss als Europäisches Standardisiertes Merkblatt auszuhändigen. Außerdem muss der Darlehensvermittler dem Kunden noch vor Abschluss des Darlehensvermittlungsvertarges eigene vorvertragliche Informationen überreichen.


Zins
Das ist das Entgelt, das vom Darlehensnehmer an den Darlehensgeber für das Darlehen gezahlt wird. Wird meist als Prozentsatz vom Nominalbetrag des Darlehens angegeben und wird dementsprechend Nominalzinssatz genannt.


Zusatzsicherheit
Diese werden beim überschreiten der Beleihungsgrenzen oder nicht ausreichenden Bonitäten verlangt. Das können z.B. Zusatzobjekte, Bürgschaften von Banken oder Arbeitgebern, Mitverpflichtungen von Verwandten oder Bekannten, sowie die Verpfändung von Bankguthaben, Lebens- oder Rentenversicherungen und Wertpapieren sein.